Veröffentlicht in LIFE - Geschichten aus dem Leben

Kite-Surfen – mehr als nur eine angesagte Wassersportart…

 

Heute möchte ich meine Erfahrungen mit und meine Gedanken zu dieser wundervollen Sportart in Form einer kleinen Geschichte mit Euch teilen. Was ist kite-surfen? Was macht das so besonders?

Vorab möchte ich kurz all denjenigen, die nicht wissen, was kite-surfen ist, erklären, worum es geht. Wer das schon weiß, kann beim 2.Abschnitt weiterlesen.

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Wenn man es richtig macht, kann man sogar fliegen….Das Bild zeigt einen Könner! Dies ist für Anfänger nicht geeignet, bitte nicht nachmachen!! Ich finde nur das Bild so schön. (Bildnutzung durch den Urheber gestattet)

Kite-surfen ist eine Wassersportart, bei der man mit Hilfe eines kite-boards, einem Schirm, dem sogenannten „kite“ und einer Lenkstange, der „bar“, über das Wasser gleiten kann, über große und kleine Wellen oder ganz gemütlich. Wer mag, kann sich im Internet entsprechende Filmbeiträge ansehen. Dies soll ja kein kite-surf tutorial werden…

Als ich nun mit 49 Lenzen auf die Idee kam, dass diese Sportart des Ausprobierens wert wäre, war alles relativ schnell arrangiert. Internet Recherche und los ging´s.

Fuerteventura war das Ziel, eine kite-surf-Schule schnell gewählt. Wenn man erstmal nichts davon kennt, hat man halt Vertrauen, dass alles gut wird. Und dieses Vertrauen wurde mehr als belohnt. Ich möchte mal behaupten, wir haben die Perlen unter den Lehrern gefunden:  kompetent, geduldig, selber leidenschaftliche kite-surfer – ich denke dass sollte jeder kite-surf-Lehrer auch sein – keine überheblichen Selbstdarsteller oder halbherzige Freizeit-Surf-Lehrer, sondern sportbegeisterte Menschen, die jedem diesen Sport nicht nur technisch sauber beibringen, sondern auch den Spirit vermitteln können. Und ich bedanke mich an dieser Stelle einfach mal, dass mein Leben mir diese kite-surf-Lehrer beschert hat. DANKE!!

Hier nun meine Erfahrungen und was ich mit kite-surfen verbinde:

Abgesehen davon, daß kite-surfen absolut Spaß macht, ist es für mich wie meditieren. Wer sagt, dass man beim Meditieren immer still sitzen muss? Jeder meditiert auf seine eigene Art.

Das Gefühl, mit der Natur eins zu sein, wenn ich auf dem Wasser bin, ist ein Zustand, der mich sehr glücklich macht. Ich fühle mich als Teil eines Ganzen. Ich bin ganz bei mir, nur mit dem Brett, dem Schirm, dem Wind und dem Wasser.

Ich bin im Wasser, habe meinem Schirm im Blick, fühle und sehe, wo der Wind herkommt, wie stark er ist. Ich weiß, wie ich meinen Schirm in die richtige Position bringe, um auf mein Brett zu kommen. Die Technik habe ich gelernt.

Lenke ich zu wenig, reicht die Kraft des Schirms nicht aus. Lenke ich zu viel, zieht es mich über mein Brett und erstmal hat mein Bauch Wasserkontakt und ich wahrscheinlich Wasser geschluckt. Egal, weiter versuchen. Denn es kommt auf das Gefühl an. Ich muss fühlen, wie der kite reagiert. Ich brauche keine große Kraft, um meinen kite zu lenken. Also ihr Frauen, ran an den kite und auch mal machen. Aber bitte nur mit fachkundigen Lehrern.

Mit dem richtigen Gefühl und den entsprechenden Körperbewegungen gehen der kite, das Brett und ich eine Einheit ein – so fühlt sich das für mich an. Mein kite zieht mich mit Hilfe des Windes vorwärts, ich gleite über das Wasser, ich dosiere die Geschwindigkeit, ich bestimme die Richtung. Mache ich etwas falsch, falle ich ins Wasser. Physikalische Gesetze wirken hier. Keiner ist verantwortlich außer mir selbst.

Der Wind bläst mir ins Gesicht, das Wasser spritzt unter meinem Brett weg und mir manchmal ins Gesicht – nun, ich liebe das sehr. Da bin ich wieder Kind, ein Gefühl der Freiheit stellt sich ein und ein Gefühl der Ruhe, obwohl es gar nicht so ruhig zugeht, eher schon mal ganz wild und schnell und auf und ab…

Mein Lehrer, ein junger Mann, halb so alt wie ich, aber manchmal weise wie ein Alter, sagt, wenn mal was auf der Seele drückt: „Aufs Wasser gehen, hilft immer“. Dies kann ich nur bestätigen. Das Meer nimmt vieles mit, was meine Seele nicht mehr braucht. Auch mal einen Kurzzeit-Frust kann man mit einer kite-surf-Session „abspülen“. So eine „Waschanlage“ ist schon sehr praktisch.

Auch ist das Meer immer wieder neu, immer anders. Die Wellen, der Wind, die Strömung. Alles, was so aussieht wie immer, leicht und locker,  kann auch schon mal eine Herausforderung sein. Das ist das Schöne daran. Ich muss mich immer wieder neu darauf einstellen; das hält den Geist wach und flexibel. Leichtsinn kann gefährlich sein, nur Angst darf man nicht haben. Respekt? Ja! Angst? Nein!

Eine Balance finden, zwischen meiner Fähigkeit und den Anforderungen der Situation. Auch Leichtwind fahren muss man üben. Da geht es dann wieder um andere Fähigkeiten. Ein Gefühl für meine Kompetenz entwickeln, mal eine Grenze austesten, neue Fähigkeiten entwickeln, um möglichst jeder Situation gewachsen zu sein – das kann ich dabei lernen.

Manchmal schaut ein fliegender Fisch beim Spielen zu, oder auch mal eine Meeresschildkröte. Und eines Tages, so hoffe ich, darf ich mal mit einem Delfin übers Wasser springen.

Deshalb liebe ich das kite-surfen so sehr.

Es ist ein Extremsport – wie das Leben.

Immer anders, jeden Tag neu. Mal aufregend, mal gemütlich. Es kann mal schwierig sein und es kann mal wehtun. Aber solange ich immer wieder auf mein Brett komme, eine fröhliche Bahn ziehen kann, oder auch mal eine Herausforderung meistern darf,  geht es weiter. ICH lenke, ICH bestimme die Richtung. Und die Richtung ist immer vorwärts! Und es macht riesig Spaß! Und man trifft immer super nette Leute!

Nur wenn kein Wind weht geht kite-surfen leider nicht. Da kann man noch so gut fahren können. Aber dann gibt es natürlich eine Alternative zum vorwärts kommen: Das Stand-up-paddeln.

Davon erzähle ich Euch im nächsten Artikel…

Bleibt begeistert – ich bleibe es auch – Bis bald – It´s me-it´s Gabi

Gerne könnt ihr liken, teilen oder einen Kommentar hinterlassen – ich freue mich über Euer feedback

Falls ihr Lust bekommen habt, diesen Sport von wirklich kompetenten Lehrern zu lernen dann klickt auf www.naturalsense.eu und ab geht die Post mit viel Spaß auf dem Wasser.

HP – www.gabi-winckler-praevention.de

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